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Ratstagung 2026

Bericht Landesverbandsratstagung am 21. März 2026

Es wächst schon – unerwartet anders und wunderbar vielfältig! Unter diesem Zuspruch begrüßte die Leiterin des Landesverbands Baden-Württemberg, Renate Girlich-Bubeck, die ca. 100 Teilnehmenden zur letzten offizielle Ratstagung. In den letzten Jahren haben wir als Bund, Landesverband und Gemeinden den Boden für neues Wachstum vorbereitet. Wir haben unsere Strukturen umgegraben und dadurch unser Wurzelwerk ausgegraben und teilweise umgepflanzt. Erneuerung erzeugt Irritation. Christopher Rinke, Regionenkoordinator Süd, zeigte am Bild des Waldes auf, dass es manchmal notwendig ist, dass Altes zum Ende kommt. Innovation braucht Exnovation. Ebenso deutete er das Gleichnis Jesu vom Weizenkorn (Joh 12,24-26) so, dass Jesus selbst durch den Tod hindurchmusste, um Neues zu schaffen. Das ist eine implizite Aufforderung zu dem Weg einer entbehrungsreichen Nachfolge. Wir müssen auch Dinge loslassen lernen, auch das ist Nachfolge. Er gab uns die hoffnungsvolle Perspektive mit: „Aus einem gewachsenen Korn wird das Saatgut für die nächste Generation.“ Der Abschied von Gewohntem und Liebgewonnenem hatte an diesem Tag seinen Raum. Der Fokus lag aber auf dem Neuen, das bereits wächst. Mit den Regionalteams der drei Regionen Nord, Mitte und Süd wird die neue Struktur von UB25 mit Leben gefüllt und streckt schon ihre zarten Wurzeln in den vorbereiteten Boden. Unter der Leitung der beiden Referenten des Landesverbandes Thomas Greiner und Martin Englisch fanden am Nachmittag Workshops gezielt für die Regionen statt. Es war Zeit zum Kennenlernen und Hinhören, was in den Gemeinden der eigenen Region gut läuft und womit Gemeinden Not haben. Danach haben Thomas und Martin von den Delegierten eine Menge Wünsche und Anregungen für die Arbeit in den Regionen mitgenommen. Möge daraus auch neue Vernetzung und Hilfe für unsere Gemeinde entstehen. Holger Gohla stellte heraus, dass große Herausforderungen für Gemeinden auch in der neuen Struktur bestehen bleiben. Gemeinden sind oft gut ausgelastet. Es wird daher nicht alles gelöst, mit dem, was wir strukturell umsetzen können. Eine wichtige Hilfe ist die Vernetzung von Gemeinden untereinander und mit den Werken: Gemeindejugendwerk, Diakoniewerk, etc. – das ist nicht nur Hilfe bei Problemstellungen, sondern auch Quelle der Inspiration für die Gemeindearbeit. Das neue Wachstum wurde am Ende real. Mit viel Tiefgang und Witz stellt Dirk Pusch das Jesus-Projekt Rottenburg vor. An dieser mit vielen Bildern aus der Flora versehenen Tagung fügte es sich organisch ein, dass das Jesus-Projekt seine Gottesdienste überwiegend in der Natur unter freiem Himmel feiert. Mit dieser Vorstellung wurde das sichtbar, was Präsidentin Natalie Georgi in ihrem Grußwort an die Delegierten richte: „Wir sind Gottes Mitarbeiter und ihr seid Gottes Ackerland“ (1. Kor 3,9). An dieser Tagung durften wir sehen, dass wir alle Gottes Mitarbeiter sind, mit unterschiedlichen Begabungen, aber einig im Ziel wie Renate Girlich-Bubeck betonte: Zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen. Unser Ländle wird in Zukunft anders aussehen. Unerwartet anders. Bei aller Ungewissheit und offenen Fragen habe ich aber die Gewissheit, dass wir fähige Menschen in unseren Regionalteams haben, die gut von unserem Bund begleitet werden. So wird gesät und gegossen. Es ist deshalb das Gebetsanliegen für unsere drei Regionen mit 80 Gemeinden, dass Gott das Wachstum schenkt. Wunderbar vielfältig.

Pastor Jan Vossloh, EFG Urbach

LV Leitung 2026